Begegnungen verbinden Herzen – Wenn aus Unterstützung Zukunft wird

Manchmal schenkt Gott Begegnungen, die weit über den Augenblick hinaus wirken. Der vierwöchige Besuch der siebenköpfigen Delegation aus dem Kinderheim Fatima Center auf den Philippinen in Deutschland/Weinbach war genau eine solche Begegnung.

Am 3.05.2026  war es endlich soweit und eine kleine Abordnung des Freundeskreises „Gemeinsam für die Fatima-Center-Familie“ konnte die philippinischen Gäste aus dem Fatima Center: Sr. Vanise, Jessi, Alma, Vincent, Ladymae, Marivic und Cyril, am Frankfurter Flughafen in Empfang nehmen. Nach einer langen Zeit des Träumens, einem Jahr intensiver Vorbereitungen, von denen wir Ihnen schon in den letzten Ausgaben berichteten, und einem kurzzeitigen Bangen aufgrund der politischen Situation, waren die Emotionen groß und vielfältig. Freude, Aufregung, Tränen der Rührung und Begeisterung, Dankbarkeit, Fassungslosigkeit, Glück, Nervosität und Neugierde davor einzelne Mitglieder des Fatima Centers endlich kennenzulernen – alle diese Gefühle spiegelten sich nicht nur auf den Gesichtern der Menschen am Flughafen und bei der Willkommensfeier am ersten Abend, sondern begleiteten uns auch während der ganzen vier Wochen des Besuches. 

Vier Wochen voller Begegnungen

Immer wieder durften wir erleben, wie Gott Türen öffnet und Menschen zusammenbringt. Das galt zum einen für gemeinsame Begegnungsmöglichkeiten zwischen der philippinischen Delegation und der Gemeinde, bei denen eine mögliche Distanz nach wenigen Sekunden überwunden wurde und ein Gefühl von Vertrautheit eintrat. Ob beim Seniorenkaffee, auf dem Regionalmarkt, im Kindergarten, in der Grundschule, bei den Ritterspielen, beim Pfingstgottesdienst auf der Burg Freienfels oder beim gemeinsamen Yoga in der TuS-Halle mit anschließendem gemütlichem Beisammensein – es wurde viel gelacht, musiziert und einander kennengelernt. Überall entstanden herzliche Gespräche, neue Freundschaften und Begegnungen, die in Erinnerung bleiben werden.

Zum anderen öffneten sich verschlossene Türen im Rahmen gemeinsamer Ausflüge, die für alle Teilnehmenden nachhaltige Erinnerungen schufen. Sei es ein Einblick in die Probe der Limburger Domsingknaben, die Erfahrung des ersten Schnees in den eigenen Händen, die Gelegenheit die Orgel im Limburger Dom zu spielen, ein Quatschfoto im Unihörsaal zu machen, eine Kostprobe philippinischen Mangoeises in Weilburg zu erhalten, ein Lied in der Kubacher Kristallhöhle zu singen und 533 Stufen auf den Turm des Kölner Doms zu steigen – die vier Wochen in Deutschland waren intensiv, abwechslungsreich und bis auf den letzten Tag mit Leben gefüllt. 

Die Delegation besuchte außerdem langjährige Wegbegleiter des Kinderheims. In Heidelberg standen eine Schule sowie der Pfadfinderstamm „Sister Felicitas“, der den Namen der Heimgründerin trägt, auf dem Programm. Im Schwarzwald führte die Reise zu einer Kirchengemeinde, in Pforzheim zum Rotary Club, der das Kinderheim ebenfalls seit vielen Jahren unterstützt.

 

Überall sprang der Funke sofort über, sodass die Gruppe jede Menge Einladungen erhielt. Mit ihrer natürlichen Herzlichkeit, ihrer Offenheit und ihrem fröhlichen Wesen eroberten unsere philippinischen Freunde die Herzen der Menschen. Indem Sr. Vanise, Jessi, Alma, Vincent, Ladymae, Marivic und Cyril ihre bewegenden Lebensgeschichten und Träume mit uns teilten, bekam das Fatima Center ein Gesicht. 

Eine Reise, die beide Seiten bereichert hat

Unsere Gäste kamen nicht nur, um ihr Zuhause vorzustellen. Sie wollten Deutschland kennenlernen, unsere Gemeinden erleben und die Menschen treffen, die das Kinderheim seit vielen Jahren begleiten.

Immer wieder zeigten sie sich überrascht, wie bekannt das Fatima Center in unserer Region ist. Dass Menschen auf der anderen Seite der Welt ihre Geschichte kennen, sie im Gebet begleiten und das Heim seit Jahrzehnten so treu unterstützen, hat sie tief bewegt.

Mindestens genauso beeindruckt waren sie von der Gastfreundschaft, die ihnen überall begegnete. Ob in den Gastfamilien, in unseren Gemeinden, bei Vereinen, Schulen oder privaten Treffen – überall fühlten sie sich willkommen. Mehr als einmal hörten wir den Satz: „Wir fühlen uns hier wie zu Hause.“ Diese Worte haben uns tief berührt. Sie zeigen, dass aus einer Partnerschaft längst eine große Familie geworden ist.

Danke, dass wir gemeinsam Zukunft schenken

Die Begegnungen dieser vier Wochen haben einmal mehr deutlich gemacht, warum sich unser gemeinsames Engagement lohnt.

Jede Spende, jede Patenschaft, jede Benefizveranstaltung und jede helfende Hand trägt dazu bei, Kindern im Kinderheim Fatima Geborgenheit, Bildung und Zukunftschancen zu schenken. Die jungen Erwachsenen, die uns besucht haben, sind selbst das lebendige Ergebnis dieser Unterstützung. Heute geben sie das weiter, was sie einst selbst erfahren durften – Liebe, Hoffnung und Perspektiven.

So schließt sich ein wunderbarer Kreis: Aus Kindern werden Erwachsene, aus Empfängern werden Mitgestaltende, aus Unterstützung wächst Verantwortung für die nächste Generation.

Wir sagen von Herzen „DANKE“ bei allen, die diese außergewöhnliche Reise möglich gemacht haben und das Fatima Center unterstützen! Jeder Beitrag – ob sichtbar oder im Hintergrund, ob groß oder klein – war wichtig. Erst durch dieses beeindruckende Miteinander konnten vier Wochen entstehen, die wir alle niemals vergessen werden.

Was bleibt? 

Neben 29540 Bildern, die während des Aufenthalts allein von den 7 Filipino geschossen wurden und sowohl die Erinnerungen als auch Begegnungen und Freundschaften lebendig halten werden, hatte die Delegation auf dem Heimweg eine Barspende in Höhe von 5.000 Euro mit im Gepäck, die während der vier Wochen zusammenkam. Schon kurz nach der Rückkehr auf die Philippinen konnten davon lang ersehnte Musikinstrumente für die heimeigene Schule angeschafft werden. Für die Kinder und Jugendlichen ging damit ein großer Wunsch in Erfüllung. Die neuen Instrumente bereichern nicht nur den Unterricht, sondern machen die Schule noch attraktiver und schenken den Schülerinnen und Schülern viel Freude. Ein schönes Zeichen dafür, wie aus der Unterstützung vieler Menschen ganz konkrete Hoffnung und Zukunft wachsen.

Diese unglaublich intensiven 4 Wochen hier zusammenzufassen, ist kaum möglich. So werden wir in zukünftigen Berichten immer wieder auf einzelne Begebenheiten dieses Besuches zurückkommen.

Spendenkonto Fatima

Empfänger:
Ev. Regionalverwaltungsverband Nassau Nord

IBAN:
DE55 5206 0410 0604 1001 74

BIC:
GENODEF1EK1

Verwendungszweck:
Ev. Auferstehungsgemeinde Gräveneck und Weinbach
Spende Fatima Center – Abrechnungsprojekt 211001

Bilder sagen mehr als Worte...

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