In tiefer Trauer – Abschied von Lilibeth

veröffentlicht 01.03.2026 von Katja Dienst, Ev. Auferstehungsgemeinde Gräveneck und Weinbach

Mit großer Bestürzung und tiefer Traurigkeit haben wir vom plötzlichen Tod von Lilibeth Uvero erfahren. Ihr Ableben war mit 56 Jahren viel zu früh und kam völlig unerwartet – an einem Tag, der eigentlich ein Tag der Freude sein sollte.

Am 18. Dezember, dem Geburtstag von Schwester Felicitas, wurde im Fatima Center gefeiert. Das ganze Heim war versammelt, es wurde gelacht, getanzt und gedankt für das Leben und Wirken der Gründe-rin. Lilibeth war mitten unter all dem Leben und der Freude. Gemein-sam mit ihren Kolleginnen führte sie noch einen Tanz auf – alle waren glücklich. Niemand konnte ahnen, dass sie nicht mehr wiederkommen würde, als sie sich umziehen ging und dieser Tag zugleich ein Ab-schied sein würde.
Lilibeth war, neben Schwester Felicitas, das Herz und das Gedächtnis des Fatima Centers, das wir als Freundeskreis und Projekt unserer Kirchengemeinde begleiten und unterstützen. Sie war diejenige, die alles wusste, alles organisierte und zusammenhielt. Sie erledigte die Arbeit von mehreren Menschen: Schulsekretärin, Managerin, An-sprechpartnerin, Organisatorin, Vertrauensperson. Rund um die Uhr war sie für das ganze Heim und besonders für Schwester Felicitas da – mit Verantwortung, großer Kompetenz und selbstloser Hingabe.
Ihre Lebensgeschichte ist untrennbar mit dem Heim verbunden. Mit nur 14 Jahren kam Lilibeth selbst ins Fatima Center, um ihren Traum zu verwirklichen: Bildung, eine Zukunft, ein Studium. Sie hat all das erreicht – und blieb dennoch. Viele gingen später andere Wege, nah-men besser bezahlte Stellen an. Lilibeth blieb. Aus Dankbarkeit, aus Treue, aus Liebe zu diesem Ort und zu den Kindern.
Gemeinsam mit ihrem Mann Arnold, der ebenfalls im Heim lebte und arbeitet, gründete sie eine Familie. Die beiden haben zwei Töchter. Oft stellte Lilibeth ihre eigene Familie zurück, um für Schwester Felicitas und das Heim da zu sein. Sie tat dies nicht aus Pflicht, sondern aus ihrer inneren Überzeugung.
Besonders schmerzlich ist für uns der Gedanke an das, worauf sie sich so sehr gefreut hat: Im Mai dieses Jahres besucht uns eine Gruppe aus dem Fatima Center hier in Deutschland. Lilibeth sollte ein Teil dieser Gruppe sein und hatte bereits vor Ort voller Begeisterung mit der Organisation der Reise begonnen. Sie selbst und Arnold waren schon einmal Teil einer Gruppe im Jahr 1992, damals waren beide hier bei uns zu Gast. Diese Vorfreude auf ein Wiedersehen mit den deut-schen Freunden trug sie in sich bis zuletzt.
Für mich persönlich – und für viele Menschen hier in Deutschland – war Lilibeth mehr als eine Ansprechpartnerin für das Fatima Center. Sie war eine Freundin. Für mich eine meiner besten Freundinnen. Ei-ne Frau, die immer geholfen und zugehört hat, mitgedacht, mitgetra-gen, mitgelitten und sich mitgefreut hat. Ihr Tod hinterlässt nicht nur im Heim, sondern auch hier bei uns eine tiefe Lücke.
Wir sind unendlich dankbar für alles, was Lilibeth gegeben hat: den Kindern, dem Fatima Center, Schwester Felicitas, ihrer Familie – und uns. Ihr Leben war ein Dienst aus Liebe.
Möge Gott ihr schenken, was sie so vielen geschenkt hat: Heimat, Frieden und Geborgenheit.
Wir sind dankbar, dass Lilibeth im Heim eine würdevolle Trauerfeier erfahren durfte, die Ausdruck der großen Wertschätzung und Zunei-gung aller war. 
Ihr Einsatz, ihr Lächeln und ihre Hingabe werden uns unvergessen bleiben. Unsere Gedanken und Gebete sind bei Arnold, den beiden Töchtern, bei Schwester Felicitas, der Fatima-Center-Familie und bei allen, die ihr Nahe standen.

Katja Dienst und das Team
„Gemeinsam für die Fatima-Center-Familie“